Institut für
Robotik und Prozessinformatik

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Günstiger 3d Laserscanner und schnelle Oberflächenregistrierung*

* Hauptpreis der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung 2006

Pressemitteilung

3D-Scanner für Jedermann

Einen Flachbettscanner für Dokumente hat heute fast jeder. Aber wie kann man die Form dreidimensionaler Objekte scannen? Kommerzielle Systeme, mit denen man Objekte digitalisieren kann, waren bisher relativ teuer und daher längst nicht für jedermann erschwinglich. Doch das hat sich nun geändert: Die Informatiker Dr. Simon Winkelbach und Sven Molkenstruck, Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Robotik und Prozessinformatik der Technischen Universität Braunschweig, haben gemeinsam mit dem Institutsleiter Prof. Friedrich M. Wahl eine besonders einfache und extrem günstige Technik entwickelt. Für den wissenschaftlichen Artikel über dieses außergewöhnliche Verfahren haben die Wissenschaftler am 14. September 2006 in Berlin den renommierten Hauptpreis der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung erhalten. Inzwischen wurde aus der Idee eine sehr einfach zu bedienende Software namens DAVID(External) entwickelt, die für jedermann kostenlos zum Download bereit steht.

david_3d_laser_scanner.jpg
3D-Scanner Setup

Benötigt wird neben der Software DAVID nur eine einfache Kamera (z. B. Web-Cam) und ein Laser, der eine Linie in die aufzunehmende Szene projiziert. Beides ist heute ab ca. 15-20 Euro im Elektronikfachhandel erhältlich. Das zu scannende Objekt stellt man dann in eine Raumecke oder vor zwei Ebenen, die im rechten Winkel zueinander stehen, und richtet die Kamera darauf. Das Besondere ist nun, dass man zum Scannen keine aufwendige Mechanik benötigt, sondern den Laser einfach in die Hand nimmt und die Laserlinie manuell über das Objekt wandern lässt. DAVID generiert daraus in Echtzeit 3D-Daten und zeigt diese am Bildschirm des Computers an. Auf diese Weise kann man die Laserlinie - wie einen virtuellen Pinsel - solange über das Objekt streifen lassen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.Dieses kann schließlich als Dreiecksnetz im bekannten Alias-Wavefront-Dateiformat (.obj) exportiert werden, und lässt sich so in den meisten 3D-Programmen importieren und weiterverarbeiten.

Seit neuestem ist die Software auch in der Lage, mehrere Scans aus verschiedenen Sichtrichtungen automatisch "zusammenzupuzzeln". So kann man sehr einfach ein vollständiges 360°-Rundum-Modell seines Objekts erhalten.

Mehr Informationen zu DAVID:
www.david-laserscanner.com(External)

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