Der Grundstein dieser 3D-Scanner-Entwicklung wurde bereits vor über zwei
Jahren gelegt. Damals wurde am Institut für Robotik der TU Braunschweig ein
wissenschaftlicher Artikel publiziert, der das zugrundeliegende
Messprinzip beschreibt. Dieser Artikel gewann Ende 2006 den renommierten
Hauptpreis
der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mustererkennung.
Aufgrund der starken Nachfrage der Software entwickelten die Wissenschaftler
ihren Prototyp weiter und stellten die Anwendersoftware zum
Download
ins Internet.
Seitdem hat sich eine stetig wachsende Online-Community gebildet, die das
Projekt durch eigene Ideen und Erweiterungen tatkräftig unterstützt. So sind in
der
Benutzergallerie
und
dem
Diskussionsforum
inzwischen eine Vielzahl von
3D-Scans in beeindruckender Qualität zu sehen. Insbesondere die Skalierbarkeit
ist wohl einzigartig: Mit entsprechend kleinen bzw. großen Scan-Aufbauten haben
Mitglieder der Online-Community einerseits die Gravur von Münzen und
andererseits komplette Sofas dreidimensional erfasst.
Die fertigen 3D-Modelle können beispielsweise mit einem 3D-Drucker ausgedruckt, in Glasblöcke graviert,
analysiert oder für die Ewigkeit archiviert werden.
Anwendungsbereiche für 3D-Daten gibt es zahlreiche, wie z.B. die Archäologie,
das Rapid-Prototyping, die Orthopädie, das Kunsthandwerk und Design oder die
Entwicklung von Computeranimationen und Computerspielen. Beispielsweise scannt
das Staatl. Naturhistorische Museum Braunschweig mit DAVID die Knochen einer neu
entdeckten Dinosaurierart, um diese dann im Computer zu entzerren und wieder in
Originalgröße auszudrucken. Auf diese Weise können gleich mehrere Museen mit
gedruckten Dinosauriern ausgestattet werden.